» Deutschland baut! e. V. – Newsletter Nr. 22

Mit Herrn Florian Hugger, Architekt und Geschäftsführer der ediundsepp Gestaltungsgesellschaft und Lang Hugger Rampp Architekten und dem ehemaligen Top-Manager und Präsidenten des VfB Stuttgart, Herrn Erwin Staudt, konnten wir zwei hochkarätige Referenten für die beiden anstehenden Events unserer Initiative gewinnen. Beide geben uns im aktuellen Newsletter einen kleinen Vorgeschmack auf ihre spannenden Referate.

Erfahren Sie schon jetzt, wie eine erfolgreiche Arbeitgebermarke dazu beiträgt, neue Mitarbeiter zu gewinnen und diese an ein Unternehmen zu binden, und, wie sich ein Unternehmen verändern muss, um glaubwürdig zu bleiben und Mitarbeiter heute und in Zukunft bei der Stange zu halten. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung zu unserer Regionalveranstaltung am 19. September und zu unserem Interessententag am 20. November bei Christin Karst unter info@deutschland-baut.de.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre.

Ihr

Udo Berner
(Vorsitzender des Vorstandes)

Deutschland baut! – Veranstaltungen


„Junge Menschen brauchen Orientierung“

Die Arbeitgebermarke ist Thema unserer Regionalveranstaltung am 19. September bei der Firma Würth in Künzelsau. Referent und HR-Experte Florian Hugger stand uns dazu Rede und Antwort.

Bei der ediundsepp Gestaltungsgesellschaft und bei Lang Hugger Rampp Architekten, München, arbeiten 21 Designer und 26 Architekten und Ingenieure sehr eng miteinander im Team. Ziel des Unternehmens ist es, mit einer gemeinsamen Denke innerhalb des Mitarbeiterpools wertvolle, ganzheitliche Wahrnehmungswelten für Kunden zu kreieren. Architekten, Ingenieure und Designer teilen sich auf eigenen Wunsch sogar Büroräume. Die beiden Unternehmen sind geprägt durch eine starke Arbeitgebermarke, was auch Bewerber bei Agentur und Architekturbüro immer wieder untermauern. Geschäftsführer Florian Hugger erklärt, weshalb eine starke Arbeitgebermarke heute für alle Unternehmen von unschätzbarem Wert ist und wie sie dabei hilft, Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und – noch viel wichtiger – langfristig zu binden.

Deutschland baut! e.V.: Herr Hugger, wie wird mein Unternehmen zur Marke?

Florian Hugger: Indem ich meine Mitarbeiter zu Kunden meiner Firma mache. Ein Unternehmen ist stets darauf bedacht, neue Kunden zu gewinnen und genauso präsentiert es sich nach außen. Um in das Blickfeld möglicher Fach- und Führungskräfte als potenzieller Arbeitgeber zu rücken, ist das Unternehmen gefordert, diese konkret als Zielgruppe zu erfassen. Dazu gehört beispielsweise ein Führungsstil mit klaren, konkreten Ansagen, Lob und Tadel sowie kontinuierlicher Bestätigung für gute Leistungen. Elementar wichtig ist es dabei, Mitarbeitern die Möglichkeit geben, kreativ zu agieren. Dies funktioniert nur in einem angstfreien Umfeld. Denn Angst sorgt nicht nur für Unzufriedenheit, sondern blockiert Mitarbeiter in Ihrem Tun.

Deutschland baut! e.V.: Das bedeutet, ich muss meinen Mitarbeitern zunächst einmal Sicherheit geben?

Florian Hugger: Das ist ein wichtiger Aspekt einer erfolgreichen Arbeitgebermarke. Mitarbeiter bleiben einem Unternehmen dann langfristig treu, wenn sie sich sicher fühlen. Sicherheit bedeutet vor allem Verlässlichkeit und Regelmäßigkeit. Aus diesem Grund muss ich als Unternehmen die Arbeitgebermarke stets auffrischen und bestätigen und damit positiv für meine Belegschaft triggern. Dies kann ich mit Werten meines Unternehmens, teambildenden Maßnahmen, Fortbildungen und individuellen Freiheiten erreichen, die ich meinen Mitarbeitern gewähre. Genauso aber auch durch individuelles Lob. Speziell die älteren Generationen fühlen sich durch monetäre Anreize, wie zum Beispiel Bonuszahlungen für gute Arbeitsleistungen, bestätigt. Auch das kann Sicherheit schaffen und sie motivieren, dass sie sich jeden Tag wieder mental anstrengen.

Deutschland baut! e.V.: Und wie gewinne ich junge Fach- und Führungskräfte der Generation Z? Brauchen diese ebenfalls Sicherheit oder sind hier andere Faktoren von höherer Relevanz?

Florian Hugger: Insbesondere für die jüngeren Generationen ist Sicherheit entscheidend, da sie oft nicht gelernt haben, in der Härte zu kämpfen, wie ihre Eltern- oder Großeltern es mussten. An der Hochschule beispielsweise gab es in der Vergangenheit noch keine Serviceplattformen und YouTube-Videos, die die Orientierung erleichterten. Das macht diese jungen Absolventen insgesamt weniger abenteuerlustig als Vertreter aus Vorgängergenerationen. Gleichzeitig fehlt ihnen ein stark vorgeprägtes Wertekonstrukt. Ein Grund, weshalb sie sich vordergründig über Markenkonstrukte, beispielsweise Kleidung, definieren. Solche Markenkonstrukte werden für sie Werte und bieten jungen Menschen Orientierung. Und genau das ist die Aufgabe einer Arbeitgebermarke, um Vertreter der Generation Z und Folgegenerationen zu gewinnen.

Deutschland baut! e.V.: Und wie biete ich jungen Menschen Orientierung? Auf welche Weise wird meine Arbeitgebermarke für sie wertvoll?

Florian Hugger: Vertreter der Generation Z sind auf der Suche nach einem „coolen“ Job. Das Umfeld muss passen, damit sie in neuen Medien, wie Instagram oder Facebook, ihren Freunden mit Stolz darüber berichten können. Für die jungen Generationen sind soziale Themen meist besonders wichtig, aber auch eine schick designte Website kann Anreize für sie schaffen. Individuelle Freiheiten im Job und eine gute Work-Life-Balance stufen junge Leute oft höher ein, als eine großzügige Vergütung. Mit niedrigen Gehältern lassen sie sich allerdings nicht abspeisen, denn sie pflegen einen gehobenen Lebensstandard, der auch einen entsprechenden Verdienst voraussetzt.

Deutschland baut! e.V.: Herr Hugger, vielen Dank für das Gespräch!
Oliver Schmitz

Florian Hugger von der ediundsepp Ge­stal­tungs­gesellschaft stellt am 19. September im Rahmen der Regional­veranstaltung bei unserem Mitglieds­unternehmen Würth in Künzelsau die Arbeit­geber­marke als wichtiges HR-Instrument vor.

Terminticker Deutschland baut! 2019

  • ► 19. September 2019 | Regionalveranstaltung Würth | Künzelsau

  • ► 05.-07. November 2019 | bonding | Aachen

  • NEU!!20. November 2019 | Interessententag | Offenbach NEU!!

  • ► 25.-27. November 2019 | bonding | Kaiserslautern

  • ► 28. November 2019 | Arbeitskreis Fachkräftesicherung | 10:30 – 14:30 Uhr | Offenbach

  • NEU!! 06.-07. Februar 2020 | Arbeitskreis Fachkräftesicherung | Offenbach NEU!!

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